Happy End!

Lange gesucht und endlich gefunden!

Die neue Hausgemeinschaft: „Die Chemie muss natürlich stimmen“, sagt Astrid Langner-Mohti. Zwischen ihr, Gingo, Gina und Vermieter Alfred Axtner ist dies der Fall.

„Es wurde immer enger“, sagt Astrid Langner-Mohti rückblickend! Wegen Eigenbedarfs war ihr der Hof in Weng gekündigt worden, und vor allem wegen ihrer beiden Hunde Gina und Gingo fand sie einfach keine neue Bleibe. Inzwischen hat die zehnbeinige Familie aber eine neue Heimat gefunden.

Seelenruhig schlummert Hütehund Gingo in der warmen Küche zu den Füßen von Alfred Axtner in der warmen Küche im Erdgeschoss seines Hauses. Er lässt sich nicht mal durch das laute Kreischen von Papagei Jako stören, die zweite Hündin Gina wird zeitgleich von Astrid Langner-Mohti an der anderen Tischseite gestreichelt. Eine regelrechte Hof-Idylle stellt sich hier dar. Das ist sie auch - und so hat die Horror-Zeit für Astrid Langner-Mohti ein optimales Ende gefunden. Wegen Eigenbedarfs war ihr im benachbarten Weng gekündigt worden, und ihre beiden Vierbeiner standen einer erfolgreichen Wohnungssuche im Weg. Hunde - und auch noch zwei? Nein danke! Das war die Erfahrung, die die 73-Jährige so oft machen musste. Sich von ihnen zu trennen, das kam indes nicht in Frage, hat sie die beiden doch als echte Sorgenkinder von der italienischen Straße geholt. „Ich habe bereits ernsthaft erwogen, mir irgendwo einen Wohnwagen zuzulegen und dort mit meinen Hunden zu leben“, berichtet sie. Und doch kam es ganz anders: Ihr heutiger Vermieter Alfred Axtner war in Urlaub in Thailand, dass das Erdgeschoss seines Anwesens in Bachenhausen unbewohnt war, hat Astrid Langner-Mohti bei ihren Überlandfahrten durch die Gegend früh bemerkt. Nur: Niemand öffnete ihr die Tür. Bis irgendwann Licht brannte und der Hauseigentümer sie dann doch herein bat. „Richtig begeistert war ich nicht, vor allem wegen der Hunde“, sagt er. Nicht ganz zu Unrecht, wie ein Ereignis am ersten gemeinsamen Abend belegte: Als Axtner nach Hause kam, ließen ihn die beiden Vierbeiner nicht ins Haus. Was den Hausherrn da noch ärgerte, ist ihm heute sehr Recht: „Zuzuschließen wäre eigentlich unnötig, die beiden wachen unermüdlich über Haus und Hof.“ Aus Mitleid wegen Astrid Langner-Mohtis Geschichte bot er ihr nach kurzer Überlegung doch Asyl und blitz-renovierte das Erdgeschoss - er selbst bewohnt den ersten Stock: „Ich hatte ohnehin geplant, unten zu renovieren und irgendwann zu vermieten.“ Nun ging es schneller, und die Hausgemeinschaft lebt friedlich und freundlich zusammen, Papagei Jako ist als Urlaubsgast auch dabei. „Wenn ich mich zurückziehen möchte, bleibe ich oben“, so Axtner, eine Türe zwischen den Geschossen existiert nicht. Und kommt auch nicht: „Ein Haus muss leben“, sagt die neue Mieterin, „ich bin für Kommunikation. Und wir verstehen uns ja blendend.“ Stimmt, sagt Axtner: „Wir haben uns die Augen noch nicht ausgekratzt. Mit den Hunden habe ich längst Freundschaft geschlossen, und außerdem muss ich unten die Fenster jetzt nicht mehr putzen“, grinst er. Seine neue Mitbewohnerin hat nach der Veröffentlichung im FORUM eine große Welle der Hilfsbereitschaft erfahren. Auch wenn nicht jeder Anrufer konkrete Lösungen bieten konnte, so erlebte die ausgebildete medizinische Kosmetikerin große Anteilnahme und Zuspruch. Der Rat „geben Sie ja Ihre Hunde nicht weg“ kam auch, war aber überflüssig, denn das wäre nie in Frage gekommen. Die bewachen jetzt Alfred Axtners Haus!

Quelle: freising-online

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