Bürgerbriefverleihung

Rechte und Pflichte wahrnehmen

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Ein großer Empfang für die neuen „Großen“ in der Stadt Moosburg. Bürgermeisterin Anita Meinelt begrüßte die, die jetzt 18 Jahre alt geworden sind.

Es war eine große, aufrüttelnde Rede des Moosburger Jugendreferenten Johannes Becher am vergangenen Mittwoch im Zehentstadel. Sie richtete sich vordergründig an die jungen Erwachsenen, die eingeladen waren, um eine Urkunde der Stadt Moosburg zum 18. Geburtstag und damit zur Volljährigkeit zu bekommen.

Bürgermeisterin Anita Meinelt hatte in ihrer Begrüßung die jungen Leute ermuntert, ihre Rechte wahrzunehmen, aber auch die Pflichten zu sehen, die Verantwortung für die Gesellschaft. Sie warnte vor den Gefahren des Internet: „Schauen sie genau, wo sie sich rein hängen“, mahnte sie. „Nicht alles, was gepostet wird, ist wirklich Information.“ Johannes Becher verstand es, diese Bälle alle aufzunehmen, nannte vier große Herausforderungen, die von der jetzt erwachsen werdenden Generation angenommen werden müssen. Da sei der Klimawandel mit allen seinen massiven Auswirkungen, auf den einfach reagiert werden müsse. Dann sprach er vom digitalen Wandel. „Ein riesen Thema!“ Es gehe nicht nur um Glasfaseranschlüsse. Und er stellte ganz konkret die Frage: „Sind wir Nutzer oder sind wir Benutzte?“ Weiter der demographische Wandel. Anita Meinelt war aufgefallen, dass „nur“ 215 junge Moosburger 18 Jahre alt geworden waren. Becher erkannte, dass das den demographischen Wandel dokumentiert. Konkret nannte er die Pflege, etwa für die Eltern der jungen Leute. „Wer macht das eigentlich?“ Und dann natürlich das große Thema „Europa“ und die aktuellen politischen Veränderungen. „Ausgrenzen einzelner Gruppen ist das Gift“, warnte er, und weiter, noch konkreter werdend: „Auch unsere Demokratie kann kaputt gehen.“ Den Kreis zur Begrüßung durch die Bürgermeisterin schloss er mit dem Appell, auch wählen zu gehen, und das ganz bewusst. „Wir erleben einen Wahlkampf nach dem anderen!“ Die Rede war derart groß, dass auch die Bürgermeisterin hernach meinte: „Dann hole ich sie jetzt erst mal wieder runter.“ Die jungen Leute müssten nicht die Welt retten. Das Jugendparlament will das auch nicht, macht aber eine ganze Menge. Was alles, das stellte Vorsitzender Jonas Schweighöfer vor, und machte anhand dieses Gremiums deutlich, wo sich junge Leute engagieren können für die Allgemeinheit, noch bevor sie 18 werden. Aber auch Kultur macht das Jugendparlament: So freute sich Schweighöfer, dass etwa beim „Poetry Slam“ im Hirschen das Lokal „rappelvoll“ gewesen sei. Und Schweighöfer rührte die Werbetrommel für das Jugendhaus der Stadt Moosburg. Das sei eine „coole Begegnungsstätte“.

Quelle: freising-online

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