Ehrung von Christian Magerl und Matthias Jalowitschar

„Vorbilder im Kampf gegen Naturzerstörer“

Unser Bild zeigt von links: Wolfgang Willner (1. Vorsitzender BUND-Kreisgruppe Freising), Landrat Josef Hauner, Peter Rottner (Landesgeschäftsführer BUND Bayern), Christian Magerl, Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher, Prof. Dr. Hubert Weiger (Vorsitzender BUND-Deutschland) und Matthias Jalowitschar.

Im März ging bei der Kreisgruppe des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland eine Ära zu Ende. Nach über 40 Jahren im Vorstand traten Christian Magerl als erster Vorsitzender und Matthias Jalowitschar als Kassier in die zweite Reihe zurück.

Am vergangenen Donnerstag wurden beide bei einer Feierstunde im Schafhof für ihren langjährigen Einsatz für den Naturschutz mit der bayerischen Naturschutzmedaille ausgezeichnet. „Euch beiden gebührt diese Ehre, denn ihr seid Vorbilder im Kampf gegen die Naturzerstörer und Heimatignorierer“, betonte Wolfgang Willner, der neue Vorsitzende der Kreisgruppe, bei der Begrüßung der vielen Gäste. Für Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher war es in seinem Grußwort „fast ein trauriger Tag“. Er war voll des Lobes und Dankes für das ehrenamtliche Engagement von Magerl und Jalowitschar „in einer für Freising wichtigen Organisation“, auch wenn man bei manchen Projekten - und jeder im Saal wusste, dass damit wohl die Westtangente gemeint war - nicht immer der gleichen Meinung war. Trotzdem sei man mit Respekt und fair gegenüber dem Anderen umgegangen. Magerl’s Markenzeichen seien die Vögel gewesen, „aber nicht alles was zwei Flügel hat, wird positiv gesehen“, sagte er und beschrieb Magerl als das „Gesicht des Flughafenbändigers in der Region“. Auch Landrat Josef Hauner bedankte sich bei Magerl und Jalowitschar für ihr langjähriges Engagement. „Der Landkreis Freising ist nicht nur wirtschaftlich ein starker Landkreis, sondern auch ein kultureller Landkreis. Und dazu gehört auch der Naturschutz“, betonte er und hob weiterhin hervor, dass vor allem der gemeinsame Kampf gegen die 3. Start- und Landebahn zusammengeschweißt habe. In seiner Festansprache betonte Prof. Dr. Hubert Weiger, der Vorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz in Deutschland, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Stadt- und Kreisebene ein großer Beitrag zur Demokratie sei. „Den Anderen nicht die Würde nehmen und ein Ringen um die beste Lösung“ müsse das gemeinsame Ziel sein. „Der Schutz der Natur ist die Lebensgrundlage für den Menschen“, betonte er und wies darauf hin, dass Grund und Boden schon längst zu einer Handelsware verkommen sei und zu einem unermesslichen Flächenverbrauch geführt hätte. Auch die Gefährdung des Trinkwassers sei immer weiter vorangeschritten, weil es nicht gelungen sei, die Überdüngung und das Ausbringen von Nitrat auf landwirtschaftlichen Nutzflächen zu reduzieren. Ebenso verhalte es sich bei der Reinhaltung der Luft und dem Klimawandel. Die Politik habe sich viel zu sehr an der Industriegesellschaft ausgerichtet, was zu einem bedingungslosen Wirtschaftswachstum, einem enormen Ressourcenverbrauch und der Rationalisierung von Arbeitskräften geführt habe. „Mit einem Leitbild des permanenten Wachstums beteiligen wir uns an der weltweiten Ausbeutung und einer Entfremdung des Menschen von der Natur“, mahnte er. Wie lange Magerl und Jalowitschar sich ehrenamtlich beim Bund für Umwelt- und Naturschutz engagiert haben, davon konnten sich die Gäste auch bei einer Diashow überzeugen. Sie zeigte einen noch jugendlichen Magerl in Schwarz-Weiß-Fotos in seinem unermüdlichen Kampf gegen das „Monster im Moos“ oder bei einer seiner vielen vogelkundlichen Exkursionen ins Freisinger Moos.

Quelle: freising-online

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