„Freddy/Eddy“

Kleines Budget und ein großer Erfolg

Vorfreude auf die Deutschlandpremiere! Das „Freddy/Eddy“-Team mit Regisseurin Tini Tüllmann und Hauptdarstellerin Jessica Schwarz in der Fotomitte.

Die Regisseurin Tini Tüllmann  ist eine Frau der Tat: Sie hat den Psychothriller „Freddy/Eddy“ mit einem Gesamtbudget von nur 75000 Euro fertig gestellt. Und trotz dieser in der Film-Glitzerwelt verschwinden geringen Summe wirken honorige Akteure mit. Der Film feiert seine Premiere mit allen Beteiligten vor und hinter der Kamera am Dienstag, 30. Januar im Neufahrner Cineplex.

Wie soll man beweisen, dass es jemanden gibt, den man sich ja eigentlich nur ausgedacht hat? Das ist das existenzielle Problem von Freddy, der in seiner schwersten Krise plötzlich Eddy gegenübersteht, seinem imaginären Freund aus Kindheitstagen. Und der führt nichts Gutes im Schilde! So beginnt das Psychodrama, das Tini Tüllmann jetzt auf die Leinwand bringt. 94 Spannung mit einer hochkarätigen Besetzung um Robert Stadlober und Jessica Schwarz. Mit beiden ist die aus Freising stammende Regisseurin befreundet, und beide haben gern versprochen, bei ihrem ersten Langfilm mitzuwirken. Eine wichtige Zusage, denn reich werden die Akteure mit „Freddy/Eddy“ nicht, denn Tini Tüllmann hat das Kunststück geschafft, den kompletten Streifen mit einem Budget von nur 75000 Euro fertig zu stellen. „Das klingt nach viel“, sagt sie, „ist aber sehr wenig. Normalerweise kostet ein Kinofilm ungefähr eine Million. Gleichzeitig wollten wir aber nicht, dass der Zuschauer am Ende sieht, dass wir so gut wie gar kein Geld hatten.“ Gedreht wurde hauptsächlich am Tegernsee, und da begannen die Schwierigkeiten auch bereits: „Ein Kurort - das hatte ich ganz übersehen. Die Unterkünfte für die Crew waren enorm teuer“, lacht Tini Tüllmann heute. Wie hat sie das Kunststück geschafft, die 75000 Euro aufzutreiben? Ursprünglich war das doppelte Budget veranschlagt, die geplanten Fördermittel blieben indes aus. Tini Tüllmann ging Klinken putzen, räumte ihr Bankkonto und lieh sich noch 25000 Euro von ihrem Bruder - mit außerordentlich großer Unterstützung von allen Seiten konnte der Film mit einem Budget von nur 75000 Euro realisiert werden. Eine eigene Produktionsfirma wurde hierfür sogar aus der Taufe gehoben. Der Aufwand und die Mühe haben sich schon jetzt gelohnt, denn auf den 50. Hofer Filmtagen wurde Tini Tüllmanns „Freddy/Eddy“ mit dem Heinz-Badewitz-Preis für die beste Nachwuchsregie eines Erstlingswerks ausgezeichnet. Nun feiert der Film unter Beteiligung der Mitwirkenden vor und hinter der Kamera seine Deutschland-Premiere. Im Landkreis Freising: Am Dienstag, 30. Januar, im Cineplex Neufahrn. Im Februar startet dann die Deutschland-Tour.

Quelle: freising-online

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