Mitgliederversammlung der Vhs Freising

Wo es Licht gibt, ist auch Schatten  

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Unser Bild zeigt von links: VHS-Leiter Oliver Dorn, 2. Vorsitzende Elisabeth Seitzl und 1. Vorsitzender Thomas Claus.

Eine gleichbleibende Tendenz auf hohem Niveau sowohl bei der Anzahl der Kursteilnehmer als auch bei den angebotenen Veranstaltungen konnte Thomas Claus, der Vorsitzende der Freisinger VHS, bei der jüngsten Mitgliederversammlung vermelden.

Seinen Angaben zufolge haben im vergangenen Jahr über 20000 Kursteilnehmer an insgesamt 1672 Veranstaltungen teilgenommen. Fast zehn Prozent davon waren Flüchtlinge und Asylbewerber, die an insgesamt 125 Integrationskursen mit Deutsch als Fremdsprache teilgenommen haben. Und auch im ersten Halbjahr 2017 haben bereits 813 Teilnehmer an insgesamt 56 Integrationskursen Deutsch als Fremdsprache belegt. „Die VHS ist dabei die wichtigste Anlaufstelle“, betonte Claus. Auch was die Finanzen betrifft, konnte Claus mit positiven Zahlen aufwarten. Betrugen die Einnahmen aus Kursgebühren 2015 noch knapp 770000 Euro, konnte die VHS 2016 knapp über 900000 Euro an Kursgebühren einnehmen, so dass insgesamt ein Jahresüberschuss von etwas mehr als 73000 Euro erwirtschaftet und die Betriebsmittelreserve auf über 130000 Euro gesteigert werden konnte. „Dies ist zwar ein beträchtlicher Anstieg, aber trotzdem ist dieser Betrag nach Ansicht der Kämmerin der Stadt Freising immer noch zu wenig“, betonte Claus, der darauf hinwies, dass die Kämmerin eine Betriebsmittelreserve von 20 Prozent der Einnahmen fordert. Claus hatte aber nicht nur positive Nachrichten, sondern berichtete darüber, dass die VHS auch im vergangenen Jahr mit Personalveränderungen vor allem bei den stundenweise Beschäftigten zu kämpfen hatte und gerade im Sprachbereich es immer wieder zu „Turbulenzen“ gekommen sei, die jedoch Dank der Mitarbeit aller bewältigt werden konnten. „Dafür meinen ausgesprochenen Dank“, so Claus. Probleme gibt es auch immer wieder mit den zur Verfügung gestellten Unterrichtsräumen, und Claus nannte hier besonders den Zeitraum Ende 2016/Anfang 2017. Verschärfen wird sich das Raumproblem nach Ansicht von Claus ab dem kommenden Jahr, wenn das Dom-Gymnasium an den Landkreis übergeben wird und dieser dann für die Nutzung von Unterrichtsräumen Miete verlangen wird. Ein Ausgleich kann vorübergehend über das Hofmiller-Gymnasium geschaffen werden, das aber in naher Zukunft ebenfalls an den Landkreis übergeben wird. Claus bedauerte auch, dass es bisher noch immer nicht gelungen ist, genügend Mitglieder für die VHS zu gewinnen. „Der neue Weg zur Mitgliedergewinnung war leider ein totaler Misserfolg“, stellte er sachlich fest. Als problematisch sieht er auch die freiwillige und ehrenamtliche Mitarbeit im Vorstand, die sich im nächsten Jahr möglicherweise nochmals verschärfen wird. Denn, wie Claus verkündete, wird er bei den Neuwahlen im nächsten Jahr nicht mehr für das Amt des 1. Vorsitzenden kandidieren. Auf einem guten Weg sieht auch VHS-Leiter Oliver Dorn die Freisinger Volkshochschule in seinem Rechenschaftsbericht. Die Münchner VHS habe in einer Imagekampagne den Leitsatz „Wir müssen den Köpfen etwas Sinnvolles zu tun geben, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen“ geboren, und diesem habe man sich bei der Freisinger VHS angeschlossen, berichtet er. Er begründet dies damit, dass man als VHS zu den gesellschaftlichen Problemen dieser Zeit einen wichtigen Beitrag zum humanen Zusammenleben leisten kann. Deshalb würde man sich auch innerhalb der VHS ständig interkulturell weiterbilden und die Lehrkräfte, die aus einer Vielzahl verschiedener Herkunftsländer kommen, würden dabei in allen Fachbereichen eine große Rolle spielen, weil sie von den Kursteilnehmern erlebt werden und die VHS in ihrer Vielfalt repräsentieren würden. Einen großen Vorteil der VHS sieht er in der sozialen Kontaktpflege der Kursteilnehmer, weil seiner Meinung nach das Lernen partnerschaftlich erfolgen und sowohl der Lehrbetrieb als auch die Verwaltung dauerhaft ein Klima pflegen muss, das sich auf Achtung, Wertschätzung, Toleranz, Vertrauen und Kompetenz stützt. Er ist davon überzeugt, dass die Freisinger VHS hier auf einem guten Weg ist.

Quelle: freising-online

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