22. Freisinger Gartentage

Heuer ist Slowenien zu Gast

Besuchermagnet: Die Freisinger Gartentage sind ein Höhepunkt des Frühjahrs in Freising.

Die Freisinger Gartentage sind die erste und wohl bekannteste Veranstaltung ihrer Art in Süddeutschland. Bereits zum 22. Mal ist die Gartenwelt zu Gast in Freising: Heuer mit Slowenien! Einem Land, in dem man einer großer Gartenleidenschaft frönt.

Einem Land, in dem man einer großer Gartenleidenschaft frönt. Dabei freuen sich die Veranstalter auf Aussteller und Referenten die Einblicke in die herrliche Pflanzen- und Gartenwelt ihrer so wunderschönen Heimat geben werden. „Bereits als Kind bin ich mit meinen Eltern häufig durch Slowenien gereist, und auch während meines Studiums habe ich die Ferien dort häufig botanisierend verbracht. Dabei war ich immer sehr begeistert und inspiriert von den herrlichen Landschaften, die sich von den Alpen bis zur Adria erstrecken und mit dem Karst im Westen und der pannonischen Tiefebene im Osten eine selten erlebte Vielfalt bieten“, erinenrt sich Organisatorin Anita Fischer. Nicht umsonst gilt Slowenien als das Land mit der höchsten Biodiversität Europas. Seine wunderbaren Wiesen und Trockenrasen haben bereits Größen der modernen Pflanzenverwendung, wie Piet Oudolf, Henk Gerritsen oder Christopher Bradley-Hole nachhaltig beeinflusst. Die Freisinger Gartentage werden am Freitag, 11. Mai, um 13.30 Uhr im Rahmen eines Festakts im Kreuzgang eröffnet. Zuvor gibt es um 12.30 Uhr für geladene Gäste und Medienvertreter einen geführten Rundgang durch die Ausstellung. Mit über 120 besonders sorgfältig ausgewählten Ausstellern, die ihre großartigen Sortimente präsentieren und einem hochkarätig besetzten Rahmenprogramm sind die Freisinger Gartentage mittlerweile eines der bedeutendsten Ereignisse im internationalen Gartenkalender. Mehr als 60 der bekanntesten Staudengärtnereien und Baumschulen aus ganz Deutschland, aus Österreich, Slowenien und der Tschechischen Republik präsentieren ihre qualitätsvollen Pflanzensortimente und Neuzüchtungen, darunter wahre Seltenheiten. So begründet sich der ausgezeichnete Ruf der Freisinger Gartentage als Pflanzenmarkt mit dem außergewöhnlichsten Angebot, der sie zu einem absoluten Muss für Pflanzenliebhaber und Gartenbesitzer macht.

Ausstellerwettbewerb Auch in diesem Jahr wird eine Expertenjury unter der Leitung der Landschaftsarchitektin Ursula Gräfen die Preisträger im Ausstellerwettbewerb auswählen. Preise werden in den Kategorien Interessantestes botanisches Sortiment, Schönste Standgestaltung und Beste Kundeninformation vergeben. Die Gewinner erhalten die begehrte Freisinger Gartentage-Plakette. Bereits seit drei Jahren beteiligt sich der Gartenbauingenieur Gorazd Mauer von RIFNIK garden & plants aus Šentjur im Südosten Sloweniens als Aussteller an den Freisinger Gartentagen. Er präsentiert engagiert seine vielen Staudenraritäten. Wer ihn erlebt hat, weiß um seine tiefgehende Leidenschaft für Pflanzen. Am Samstag, 12. Mai, um 14 Uhr wird Gorazd in seinem Vortrag mit dem Titel Gärten und Pflanzen – Beruf und Berufung sowohl Gartenpflanzen aus der slowenischen Flora, als auch andere Pflanzenraritäten vorstellen. Dabei wird er auch den Klimawandel und dessen Konsequenzen für die Auswahl von Pflanzen behandeln. Gorazd hat seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Sein Garten dient ihm als Mutterpflanzenquartier und als Versuchsfeld. Nach dem Motto „Pflanzen müssen im Garten des Kunden wachsen, nicht in der Gärtnerei“ testet er dort neue Pflanzen für drei bis fünf Jahre auf Frosthärte und Hitzeresistenz bevor er sie, immer aus Samen gezogen, in kleinen Stückzahlen für Pflanzenliebhaber in den Verkauf bringt. Die Pflanzen werden nicht oder nur wenig gedüngt und müssen Hitze- und Dürreperioden ohne Bewässerung überstehen. So werden sie im guten Gartenboden der Käufer hervorragend wachsen. Da auch sein Sohn Ignac, selbst ein begnadeter Gärtner, mit ihm in der Gärtnerei arbeitet, seine Frau einen Blumenladen betreibt und die Tochter Landschaftsarchitektur studiert, lebt die ganze Familie Mauer von der Leidenschaft zur Pflanze. Matjaž Mastnak aus Ljubliana kommt am Samstag. Er wird uns mit seinem Vortrag Rosengeschichten aus Mittel- und Osteuropa in die spannende Welt der Rosenzüchtung von der Antike bis in die Moderne entführen wird. Nach seinem Studium der Forstwirtschaft und der Ökologie an der Universität von Ljubljana hat er sich auf Ziergehölze und hier vor allem auf Rosen, denen er sich auch als Geschäftsführer der Slowenischen Rosengesellschaft widmet, spezialisiert. Zum Abschluss der Vortragsreihe am Sonntag, 13. Mai, um 14 Uhr wird Dr. Jože Bavcon, Leiter des Lehrstuhls für Biologie und des Botanischen Gartens der Universität in Ljubljana, wo er seit 1995 zum Thema der heimischen Flora Sloweniens forscht, referieren. Die Ergebnisse seiner Forschung sind international in unzähligen Publikationen – Büchern und Zeitungen und Fachmagazinen veröffentlicht. Dr. Bavcon ist europaweit als Referent gefragt. Er organisiert Treffen des European Botanic Gardens Consortiums und war mehrfach aktiver Teilnehmer an den Global Botanic Gardens Congress und Workshops zum Thema: Bäume in der Stadt. Seine Leidenschaft gilt jedoch der heimischen Flora – vom Schneeglöckchen bis zum Helleborus, er kennt jeden Naturstandort. So war sie für den slowenischen Beitrag zur Millennium Seed Bank am Royal Botanic Gardens, Kew in London verantwortlich. Sie ist eine europaweit viel gefragte Referentin und Autorin vieler wissenschaftlicher Veröffentlichungen. Darüber hinaus schreibt Blanka Ravnjak für Magazine und gibt Workshops zum Thema: Bienenpflanzen. Gemeinsam nimmt dieses gut eingespielte Expertenteam alle Besucher mit auf einen Streifzug durch Die farbenfrohen Wiesen Sloweniens, die schon viele Größen der Pflanzenverwendung zu modernen Pflanzenbildern inspiriert haben.

Quelle: freising-online

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