„Lohn-Plus“ im Kreis Freising gefordert | 139 Brauereien im Regierungsbezirk

In der oberbayerischen Braukunst soll es höherprozentig zugehen

Nicht nur im Freistaat ein Renner: Bayerisches Bier erfreut sich weltweiter Beliebtheit. Ein wachsender Teil der Produktion geht in den Export. Für die Beschäftigten in heimischen Brauereien fordert die Gewerkschaft NGG jetzt ein Lohn-Plus von 5,5 Prozent.

Lohn-Plus fürs Brauen: Wer im Landkreis Freising in der Produktion und im Vertrieb von Bier arbeitet, soll mehr Geld verdienen. Für die Beschäftigten in den 139 oberbayerischen Brauereien fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) jetzt eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent.

Lohn-Plus fürs Brauen: Wer im Landkreis Freising in der Produktion und im Vertrieb von Bier arbeitet, soll mehr Geld verdienen. Für die Beschäftigten in den 139 oberbayerischen Brauereien fordert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) jetzt eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent. Azubis sollen 50 Euro mehr pro Monat und Lehrjahr bekommen. 

„Von Auerbräu und Tegernseer über Erdinger Weißbräu bis hin zur Bayerischen Staatsbrauerei Weihenstephan – wir haben in der Region weltbekannte Marken, aber auch viele mittelständische und kleine Betriebe“, sagt Georg Schneider von der NGG Rosenheim-Oberbayern. Steigende Löhne seien enorm wichtig, um Fachkräfte und Qualität in der Branche zu halten, so der Gewerkschafter. Dabei könne sich die Branche und ihre „Bier-Leistung“ sehen lassen: Nach Angaben des Bayerischen Brauerbundes wurden in Südbayern allein zwischen Januar und September vergangenen Jahres knapp 13 Millionen Hektoliter produziert. Jedes vierte in Deutschland gebraute Bier kommt laut amtlicher Statistik aus dem Freistaat – und jede zweite Braustätte steht hier. „Dass bayerisches Bier besonders schmeckt, hat sich weltweit herumgesprochen. Die Branche ist enorm vielfältig, was die Biersorten aber auch die Vermarktung angeht: Von regionalen Platzhirschen, die ausschließlich vor Ort präsent sind bis zum weltweiten Vertrieb. Dabei liegen alkoholfreie Sorten besonders im Trend. Auch der Export ist weiterhin auf Wachstumskurs“, erklärt Schneider. So lag der Anteil der Ausfuhren im Jahr 2016 bei 22 Prozent – zehn Jahre zuvor waren es laut Brauerbund noch knapp 13 Prozent. Ein zunehmender Teil der Produktion ist dabei für den chinesischen Markt bestimmt. Schneider: „Egal, ob Helles, Weißbier, Alkoholfreies oder eines der Spezialbiere: Wer Hopfen und Malz mag, kommt an bayerischem Bier nicht vorbei. Gut 500 Jahre nach dem Reinheitsgebot sind die heimischen Brauereien gut aufgestellt. Und die Arbeit ist hart und wird nicht weniger. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Beschäftigten für gute Arbeit auch einen soliden Aufschlag beim Lohn bekommen.“ Die Tarifrunde für die bayerische Brauwirtschaft beginnt am 5. Februar in München.

Quelle: freising-online

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