KESS-Frühförderung

Ein Arbeitsbündnis für das Kind

Leiterin Meike Lies (l.) und Elisabeth Danner wissen um den idealen und ganzheitlichen Ansatz bei der kindlichen Frühförderung im KESS.

„Das wird Ihr Kind nie können!“ Wer diesen Satz hört oder gar äußert, befindet sich auf dem Holzweg. Das Potenzial eines Kindes ist eben nicht greifbar, und diese Selbstbeschränkung kann in der Entwicklung fatal sein.

„Die Idee muss Inklusion sein“, sagt Logopädin Elisabeth Danner. Sie hat Am Bäckeranger in Marzling die Frühförderstelle KESS Freising eröffnet und bietet Kindern die Unterstützung dort, wo sie nötig ist. Flexibel und ganzheitlich, weshalb das Kind mit Förderbedarf nur der Kapitän im Boot ist, in dem auch die Therapeuten, Ärzte, der Kindergarten oder die Krippe und ganz besonders die Eltern sitzen. Somit ist der individuelle Bedarf entscheidend, wie das fünfköpfige KESS-Team aktiv wird. Inhaltlich, aber auch räumlich: Mobil im Kindergarten, ambulant in der Frühförderstelle oder auch Zuhause in der Familie - bis zum Zeitpunkt der Einschulung. Beobachtungsbögen, die jede Krippe und jeder Kindergarten führen, geben Aufschluss über den Förderbedarf. Das Kind spricht zu spät, es ist verhaltensauffällig, es entpuppt sich als Schreibaby - die Symptome sind vielfältig. Sobald Defizite erkannt werden, sind die Eltern zum offenen Beratungsangebot eingeladen, dessen Kosten der Regierungsbezirk übernimmt. Hier werden die Rahmenbedingungen für das „Arbeitsbündnis“, wie es Elisabeth Danner nennt, festgezurrt: „Beispielsweise wenn eine Behinderung droht, das Kind also in seiner motorischen oder generellen Entwicklung mehr als ein halbes Jahr Rückstand aufweist“. Dann kommt Elisabeth Danner, die Weiterbildungen im Heidelberger Elterntraining und der Diagnostik Autismus-Spektrum-Störung absolviert hat, zusammen mit ihren Kolleginnen zum Einsatz: Sozialpädagogin und systemische Beraterin Meike Lies ist die Leiterin der Freisinger KESS-Stelle, Diplom-Psychologin Birgit Beauchamps, Physiotherapeutin Daniela Biermanski und Ergotherapeutin Juliane Klingseisen komplettieren das Quintett, das sich die Entwicklung und Förderung der Kinder auf die Fahnen geschrieben hat. Sie legen Wert auf vertrauensvolle Kooperation mit Kind, Eltern, aber auch Kindergärten und Ärzten. Durch diesen wechselseitigen Informationsfluss wird eine Förderung alle Aspekte berücksichtigen. Über psychologische Förderarbeit und medizinische Therapie ist es das Ziel, das Kind für eine Regeleinrichtung fit zu machen. Und das kann,so verspricht Meike Lies, äußerst effektiv gelingen. Die Leistungsgrenzen müssen entsprechend ausgereizt und wenn möglich verschoben werden. Im ganzheitlichen Förderansatz ist sehr viel möglich - nur eines nicht: „Das wird Ihr Kind nie können!“ Weitere Informationen direkt im KESS Freising unter Telefon 08161/8870271.

Quelle: freising-online

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