Unser "Haferlgucker"

Stets unterwegs in der Stadt 

Ein wacher Kopf mit offenen Augen: Otto Kudrus ist Freisings Haferlgucker.

Der „Haferlgucker“ war wieder unterwegs in Freising! Otto Kudrus , der den Betrachter der Domstadt in seiner aktuellen Form erfunden hat, hat wieder zwei Jahre lang Anekdoten gesammelt. Wörtlich, aber auch Erinnerungen in seinem Kopf hervor gekramt. Das Ergebnis wurde jetzt in Buchform als „Der Haferlgucker unterwegs“ veröffentlich

Schnell läuft er sich warm und erzählt sich in Hochform! Otto Kudrus ist bekannt in Freising - er ist der „Haferlgucker“, der seit vielen Jahrzehnten einen augenzwinkernden Blick auf seine Heimatstadt wirft. Im zarten Alter von drei Jahren kam er mit seiner Familie aus dem Ruhrgebiet nach Bayern. Und schon als Kind hat er die Geschichten, die ihm seine Großeltern erzählt haben, aufgesogen. Als Kudrus vor fast 30 Jahren als Diensteinteiler bei der Bundesbahn in Pension ging, „da saß ich dann daheim“, lacht er heute. Damals begann er, seine Erinnerungen aus dem Kopf zu Papier zu bringen und alsbald auch, sich kurzweilige Anekdoten einfallen zu lassen. Ganz aktuell ist das neue Werk von Otto Kudrus erschienen und in der Buchhandlung Pustet erhältlich: „Der Haferlgucker unterwegs“ heißt das knapp 150 Seiten starke Buch, in dem der Autor sein „Alter Ego“ durch die Stadt flanieren lässt. Und was er da so erlebt, macht manches Mal nachdenklich, versteht der Leser bisweilen erst auf den zweiten Blick - oder ist einfach witzig. Den teils realen, teils fiktiven Erlebnissen seines Protagonisten, des „Haferlguckers“ ist durchweg gemein, dass sie einen engen Bezug zu Freising haben. Zur Stadt, die Kudrus am besten kennt, und die er schätzt. Historische Bilder aus der Stadtgeschichte, aber auch detailverliebte Zeichnungen schmücken die Geschichten und Gedichte. Wenn Otto Kudrus, der Gründer des „Frohsinn“-Theaterstadels erzählt, dann bleibt kein Auge trocken. Zu unterhalten ist das Lebenselixier des Trägers des Ehrenzeichens des Ministerpräsidenten. Wie ihm der damalige Landrat Michael Schwaiger die Nadel im Auftrag Horst Seehofers angesteckt hat, das weiß Kudrus noch wie heute. Aber auch, wie er in den 50er-Jahren seinen „letzten Zwickel abgenommen“ bekam von einem eifrigen Schutzmann, der ihn beim unerlaubten Radeln erwischt hat. „Das Licht brennt aber auch nicht, wenn ich das Rad schiebe“, hat ihm Klein-Otto noch kontra gegeben. Oder wie das mit dem legendären Holledauer Bockerl war, das seinen Startbahnhof in Freising hatte und ihn in die Holledau zum Hopfenzupfen gebracht hat. Allzu geschickt hat er sich dabei nicht angestellt - die Kunst liegt Otto Kudrus eindeutig mehr. „Vieles hab ich erlebt, aber einiges ist auch meiner Fantasie entsprungen“, erzählt der Autor über den „Haferlgucker unterwegs“, an dem er die vergangenen beiden Jahre gesessen hat. Geschichten und Gedichte hat er darin veröffentlicht, „für jeden Anlass“. Deshalb ist auch der Jahreslauf in dem Büchlein abgebildet. „Verdient ist nix daran“, lacht Kudrus, der die Veröffentlichung komplett selbst finanziert. Im Gegenteil: Die ersten zehn Exemplare hat er der Lebenshilfe Freising geschenkt. 80 Stück hat er zunächst drucken lassen, die ab sofort erhältlich sind.

Quelle: freising-online

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