Naturschutzmedaille verliehen

Für nachhaltige Agrarpolitik geehrt

Unser Bild zeigt von links: Doris Tropper, Alois Heißenhuber und Sebastian Schönauer.

Bei einer Festveranstaltung am Freisinger Domberg wurde Professor Alois Heißenhuber, einem der führenden Agrarökonomen in Deutschland, unter dem Beifall von mehr als 200 Gästen die Naturschutzmedaille des Bund Naturschutz (BN) verliehen.

Sebastian Schönauer, stellvertretender BN-Landesvorsitzender, würdigte in seiner Laudatio Heißenhubers großen Einsatz für eine nachhaltige und ressourcenschonende Neuorientierung der Agrarpolitik. „Sie haben sich gerade im Konfliktfeld Landwirtschaft und Natur- und Umweltschutz für partnerschaftliche Lösungen engagiert und schon frühzeitig für die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes eingesetzt, denn Sie hatten immer auch die Auswirkungen von Landwirtschaft auf das große Ganze, also auch auf Natur und Umwelt mit im Blick. Fragen des Energieverbrauchs, der Ernährung und Fleischqualität, des Tierwohls, von regionalen Kreisläufen und Wertschöpfung haben ebenso Ihr Denken bestimmt, wie auch die globalen Fragen von Agrarexporten und Land-Grabbing. Ihrer Tätigkeit ist es mit zu verdanken, dass der Schutz der natürlichen Ressourcen in Wissenschaft und Politik thematisiert wurde, denn Sie haben mit großer Leidenschaft an ökonomisch und gleichzeitig ökologisch orientierten Lösungsansätzen zur Bewältigung von Umweltproblemen im ländlichen Raum gearbeitet“, so Schönauer. Alois Heißenhuber hatte von 1996 bis 2013 den Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaues an der TU München in Weihenstephan inne. Er selbst bedankte sich mit den Worten: „Generell kann es auf Dauer nicht gut gehen, dass wir Lebensmittel zwar außerordentlich billig einkaufen können, deren Erzeugung aber auf Kosten der in der Landwirtschaft tätigen Menschen, der Tiere und der Umwelt geht.“ Zur Vita: Professor Dr. Dr.hc Alois Heißenhuber hatte neben seiner Lehrtätigkeit eine Vielzahl von Ehrenämtern inne und arbeitete in vielen Gremien mit. So war er unter anderem von 2003 bis 2013 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat für Agrarpolitik des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und 2007 bis 2014 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat für Biodiversität und genetische Ressourcen unter der Ägide desselben Ministeriums. Seit dem letzten Jahr ist er auch der Vorsitzende der „Kommission Landwirtschaft“ am Umweltbundesamt. Er erhielt bereits zahlreiche Preise, unter anderem 2010 der Hans-Kudlich-Preis vom Ökosozialen Forum Österreich in Wien und 2013 die Staatsmedaille in Silber, verliehen durch Staatsminister Helmut Brunner.

Bis heute ist er Mitglied des Deutschen Rates für Landespflege, Mitglied im Präsidium der Bayerischen Akademie für Naturschutz Landschaftspflege (ANL) und ein vielgefragter Referent und politischer Berater. Die Naturschutzmedaille des BN wird jedes Jahr an besonders herausragende Persönlichkeiten verliehen, die sich für den Umwelt- und Naturschutz einsetzen.

Quelle: freising-online

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