Tag des offenen Denkmals

Der Blick hinter historische Kulissen 

Heiko Huppenberger vom Freisinger Amt für Stadtplanung und Umwelt, Stadtbaumeisterin Barbara Schelle, Freisings Bürgermeisterin Eva Bönig und Johannes Stoewer für das Stadtplanungsamt propagieren den Tag des offenen Denkmals am 10. September. Der soll in der Domstadt eine Brücke schlagen zwischen der wechselvollen Vergangenheit und den aktuellen Bemühungen in der Innenstadt.

Die Stadt Freising spannt den Bogen - und verbindet den Tag des offenen Denkmals am 10. September mit dem kontrovers diskutierten Thema Innenstadtgestaltung. Die Historie der Stadt ist die Basis ihres heutigen Phänotyps, und die Gegenwart die Wiege der Zukunft. Heiko Huppenberger vom Amt für Stadtplanung und Umwelt erklärt die Planungen.

Wenn am Sonntag, 10. September, deutschlandweit der „Tag des Denkmals“ stattfindet, darf die Stadt Freising mit Besichtigungsangeboten nicht fehlen. Ganz besonders heuer nicht! Wie Stadtbaumeisterin Barbara Schelle erklärt, nützt das Rathaus diesen jährlichen Anlass, um den Bürgern die Innenstadtkonzeption nahe zu bringen - jenes Planungsbündel, das den Freisingern zunächst in erster Linie Einschränkungen beschert, ehe nach Abschluss aller umfangreichen Maßnahmen der historische Stadtkern die ideale Balance zwischen Tradition und Moderne ausstrahlen wird. „Wir interpretieren unsere Innenstadt als ein Ensemble“, so die Architektin, „das in sich stimmig bleiben muss.“ Was zunächst nach Einschränkungen für sanierungswillige Hausbesitzer erscheint, ist aber ganz im Gegenteil ein Paket an Leitlinien, an dem sich der Bürger orientieren soll - und das in enger Kooperation mit der Stadtverwaltung: „Wir laden Hausbesitzer, die sich mit einer Sanierung beschäftigen, herzlich ein, sich an die Untere Denkmalbehörde zu wenden. Wir stehen jederzeit mit Ratschlägen, Tipps und auch kostenlosen Ortsgegehungen bereit. Nicht zuletzt besteht ja auch die Möglichkeit finanzieller Förderungen.“ Zum Tag des offenen Denkmals lädt die Stadt von elf bis 18 Uhr an insgesamt zwölf verschiedenen Standorten zu Besichtigungen unter fachkundiger Begleitung bereit. „Wir haben in der Stadt wahnsinnig tolle Gebäude, die von außen nur nicht immer sofort erkennbar sind“, weiß Bürgermeisterin und Historien-Expertin Eva Bönig: „Jedes Denkmal erzählt über die kulturellen und sozialen Verhältnisse der jeweiligen Epoche. Gerade deshalb ist es unsere Pflicht, die Bevölkerung für die Belange des Denkmalschutzes zu sensibilisieren.“ Die zentrale Anlaufstelle am 10. September befindet sich ab elf Uhr in der Unteren Hauptstraße vor der Hypo Vereinsbank, wo unter anderem Heiko Huppenberge vom Amt für Stadtplanung und Umwelt über die aktuellen Zwischenergebnisse zum Städtebaulichen Denkmalpflegeplan und zum Gestaltungshandbuch für die Freisinger Altstadt informiert. Jenes Gestaltungshandbuch darf als Bibel für die Innenstadtsanierung gelten: „Wie soll eine Privatperson mit einer Umgestaltung umgehen?“, fragt Barbara Schelle. Mit ihrem Lenkungsteam hat sie in durchaus kontroversen Diskussionen den Leitfaden erstellt, den sie jetzt den Bürgern an die Hand geben will. Unter innenstadt.freising.de sind die einzelnen Beiträge zum Tag des offenen Denkmals einsehbar, das Rathaus und der Domberg mit seinen Facetten stehen im Zentrum, außerdem einzelne Perlen der Stadt Freising, an denen turnusmäßige Führungen und Infoveranstaltungen abgehalten werden. Wie sich Freising aktuell darstellt, das erschließt sich natürlich aus der Stadthistorie, in die im Rahmen des Erzählcafés in der Bibliothek der Heiliggeistspital-Stiftung in der gleichnamigen Gasse von 14 bis 17 Uhr beleuchtet werden kann. Und zwar von den tatsächlichen Experten, die dort an Hand mitgebrachter alter Fotos und Erinnerungen über alte Zeiten plaudern können.

Quelle: freising-online

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