„MOSE“

Ein Auge auf den Rand der Gesellschaft

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Markus Jaehnert und Jessica Gürtler nehmen sich der Obdachlosen am Flughafen an.

„MOSE“ heißt das Streetworker-Projekt, das seit wenigen Tagen am Münchner Flughafen umgesetzt wird: Seelsorger Stefan Fratzscher und Sozialarbeiterin Jessica Gürtler nehmen sich auf dem weitreichenden Airport-Gelände der Sorgen und Nöte der Obdachlosen an.

Große internationale Flughäfen, die 365 Tage im Jahr rund um die Uhr geöffnet haben, ziehen neben Passagieren und Besuchern auch obdachlose Menschen an. Auf dem weitläufigen Gelände des Münchner Flughafens übernachten immer wieder Menschen ohne festen Wohnsitz. Unter dem Dach der Kirchlichen Dienste am Münchner Airport hat der evangelische Flughafen-Seelsorger Stefan Fratzscher zusammen mit dem Leiter der Konzernsicherheit der Flughafen München GmbH (FMG), Alexander Borgschulze, deshalb jetzt das Streetworker-Projekt „MOSE“ ins Leben gerufen. Bei dieser wohl einmaligen Kooperation zwischen einem kirchlichen Träger und einem Flughafen arbeiten seit November 2017 die Sozialarbeiterin Jessica Gürtler und der Diakon Markus Jaehnert daran, wohnungslosen Menschen, die sich am Airport aufhalten, Hilfestellung zur Überwindung Ihrer Obdachlosigkeit zu geben. Die beiden Streetworker werden von der FMG finanziert. Nun wurden Jessica Gürtler und Markus Jaehnert im Rahmen eines Gottesdienstes in der Flughafenkapelle feierlich in ihr Amt eingeführt. Die Sozialarbeiter sind künftig Ansprechpartner für die bedürftigen Menschen und versuchen ihnen im Idealfall zu einer neuen Bleibe zu verhelfen. Beim Projekt MOSE geht es darum, zunächst das Vertrauen dieser hilfsbedürftigen Personen zu gewinnen, um ihnen in einem zweiten Schritt geeignete Anlaufstellen oder Schlafplätze vermitteln zu können.

Quelle: freising-online

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