Grundschule St.Lantbert

Immer freitags sendet "Radio Quatschkopf"

Und auch Spaß muss sein! Felicia übernimmt den Freitagswitz - das Team von Radio Quatschkopf mit Lehrer Markus Fichtner fungiert als Gag-Detektor.

„Es ist schon eine Herausforderung!“ Markus Fichtner, Lehrer an der Grundschule St.Lantbert, weiß um die Erwartungen, die er an seine Schüler stellt. Er leitete die AG Radio, die jeden Freitag Morgen für die Schulfamilie sendet.

Immer freitags beginnt der Unterricht in der Freisinger Grundschule St.Lantbert anders! Irgendwie besser! Dann überträgt „Radio Quatschkopf“ in die Klassenzimmer: „Die Schulleitung hat diese zehn Minuten von der Unterrichtszeit abgezwackt“, sagt Markus Fichtner augenzwinkernd. Er ist der Lehrer, der die Arbeitsgemeinschaft „Radio“ leitet.

Zehn Minuten voller aktueller Infos und Musik, die die etwa 500 Schüler in Lerchenfeld auf den letzten „Arbeitstag“ der Woche einstimmen sollen. Die Rubriken sind festgelegt, und die Dritt- und Viertklässler des Teams haben die Aufgabe, sie ausgewogen und sinnvoll zu füllen. Dabei hat jedes Mitglied im Wechsel jede Thematik mal zu betreuen, was einen OK-Stempel von Aufnahmeleiter Fichtner einbringt. Und auch außerhalb des Schulgeländes sind die Jungmoderatoren und -redakteure gefordert: Wer einen Promi vors Mikrofon bekommt, nimmt die Aufnahme gleich mit ins „Radio Quatschkopf“, wie sich der Kurs sinnig nennt. Jörg Wontorra und sogar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier waren in der Grundschule St.Lantbert schon zu hören. Die Schulfamilie wartet jeden Freitag schon gespannt auf die Sendung - bis es heißt „das war‘s leider schon wieder...“

Immer am Mittwoch Nachmittag treffen sich im wöchentlichen Wechsel ein Dutzend Schüler, die die Sendungen in Fichtners Unterrichtsraum vorbereiten. Dabei gibt es - wie bei den Profis - ein Gerüst, das die Schüler auszufüllen haben. So, dass jeder mal jede Aufgabe ausgefüllt hat: Begrüßung, Zwischenansage, zwei Lieder, das Wetter, Sport- und lokale wie überregionale Nachrichten, was zum Kichern und dann die Verabschiedung. Fichtner koordiniert die Aufnahmen an seinem Laptop, der ausschließlich für „Radio Quatschkopf“ reserviert ist: „Da bin ich etwas eigen“, belegt der Programmchef das Gewicht, das er auf das Projekt legt. Produziert werden die Sendungen für die Schulfamilie St.Lantbert: Lehrer, Schüler und auch Eltern, die sich noch auf dem Gelände aufhalten: „Darauf warten viele schon die ganze Woche“, sagt Fichtner über seine 500 Schüler. Seit zehn Jahren schon besteht „Radio Quatschkopf“. Und das nicht nur an der Schule, sondern auch unterwegs. So macht das Radio-Team Umfragen in der Stadt,begleitet den Aufbau zum „Uferlos“-Festival - oder bringt auch mal die Prominenz mit in den Lerchenfelder Äther. So hat Daniel im Schloss Bellevue in Berlin sogar den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier vors Mikrofon bekommen. Auch die Freisinger Politriege war in St.Lantbert schon zu hören. So gilt es für die Jungmoderatoren und -redakteure, stets hellwach zu sein, Chancen zu nützen und akribisch zu recherchieren. „Wenn die Kinder keine Themen bringen, gibt‘s keine Sendung“, sagt Fichtner ebenso lapidar wie fordernd. „Wenn einer was vergisst oder krank ist, wirds mit einer ausgewogenen Sendung schwierig.“ Auch die Profis sind schon auf „Radio Quatschkopf“ aufmerksam geworden: Bayern 3 mit Susanne Rohrer war schon da und hat Tipps aus erster Hand gegeben, und mit Antenne Bayern und ihrer „Future Family“ wurde auch schon kooperiert. Eine Livesendung - das ist ein Fernziel, das Pädagoge Fichtner vor Augen hat. Noch aber trainiert er seine Kinder darin, ohne Angst und mit viel Kreativität vors Mikrofon zu treten. Und das klappt! Nur ganz sporadisch gibt er Tipps oder lässt einzelne „Takes“, die er mit schneidet, wiederholen. Eine gute Stunde Nachbearbeitung benötigt Fichtner, bevor die Sendung, die rund zehn Minuten dauert, ausgestrahlt werden kann. Die Schüler der AG, die sich aus den dritten und vierten Klassen rekrutieren, können sich aktuell schon hören: Die ersten Sendungen sind auf Youtube unter „Radio Quatschkopf“ hochgeladen - nach und nach wird der Kanal weiter bestückt.

Quelle: freising-online

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