Wärmenetz für Freising

In der Stadt wird es demnächst kuschlig

Das Konzept steht! Andreas Voigt, Geschäftsführer der Stadtwerke, und Tobias Grießl.

Die Zeit der Vorbereitungen für das neue Wärmenetz in der Freisinger Innenstadt ist abgeschlossen. Die Stadt und die Freisinger Stadtwerke gehen nun zur Öffentlichkeitsphase über. In den nächsten Monaten wird es darum gehen, die Hausbesitzer der Altstadt über die Vorteile eines Anschlusses zu informieren.

Das Ziel, das Stadt und Stadtwerke gemeinsam verfolgen, ist nicht weniger, als den Bürgerinnen und Bürgern im Innenstadtbereich eine nachhaltige und zukunftsfähige Wärmeversorgung zu bieten. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen soll reduziert und gleichzeitig die Versorgungssicherheit erhöht werden. Beides stellt in der Praxis bisher in diesem Stadtteil mit dem höchsten Energiebedarf pro Fläche ein Problem dar. Warmwasserbereitung und Heizung funktionieren hier derzeit noch fast vollständig auf Basis von fossilen Energieträgern. Ohne Wärmenetz ist dies kaum zu ändern, denn die Auflagen des Denkmal- bzw. Ensembleschutzes verbieten Maßnahmen wie Solaranlagen und Wärmedämmung an den Außenfassaden weitgehend. Anders ist dies beim Wärmenetz, welches die thermische Energie für Heizung und Warmwasser umweltfreundlich und effizient in die Haushalte liefert. Das heiße Wasser zur Versorgung des Wärmenetzes kann aus unterschiedlichen Wärmequellen gewonnen oder erzeugt werden, aus Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbaren Energiequellen. Die Wärme wird über gut gedämmte, unterirdisch verlegte Leitungen zu den Gebäuden und Einrichtungen verteilt. In den Häusern gibt es anstelle einer aufwändigen Heizanlage eine kleine Übergabestation, dem Wärmetauscher, welche die benötigte Wärme in das Heizungs- und Warmwassersystem überträgt. Die unterirdisch verlegten Leitungen sind auch der Grund, warum jetzt der optimale Zeitpunkt für den Start des Wärmenetzes ist. Im Zuge der Umgestaltung der Innenstadt bietet es sich an, jetzt Leitungen zu verlegen und damit den Synergieeffekt zu nutzen. Doppelte Baustellen werden so vermieden. Der Anschluss der städtischen Gebäude wie Rathaus, Asamgebäude und Marcushaus an das Wärmenetz ist bereits beschlossen. Das Ziel für das innerstädtische Wärmenetz ist eine zukunftsfähige Versorgung auf Basis erneuerbarer Energien und effizienter Abwärme. Die Energie für das Wärmenetz wird regional erzeugt und eingespeist. In einem ersten Schritt wird das Netz über den Prozess der „Kraft-Wärme-Kopplung“ in einem hocheffizienten Kraftwerk mit Wärme versorgt. Das Netz wird mit einer modernen Energiezentrale realisiert und mit einem Wärmepufferspeicher versehen, um Erzeugung und Nachfrage optimal aufeinander abstimmen zu können. „Wir prüfen derzeit noch, ob die Errichtung eines Blockheizkraftwerks oder ein Anschluss an das bestehende Wärmenetz im Freisinger Stadtgebiet die klimaschonendere und kostengünstigere Variante darstellt“, so Andreas Voigt, Geschäftsführer der Freisinger Stadtwerke. „Aber dass es jetzt losgeht, ist sicher.“

Der Weg zum Anschluss

Ansprechpartner für Fragen und Informationen ist Tobias Grießl, Freisinger Stadtwerke: Telefon 08161/183 218; tobias.griessl@stw-freising.de, Infos unter www.stw-freising.de

Quelle: freising-online

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