S1-Stammstrecke

Offensichtlich bestens gerüstet

+
Michael Feuser (S-Bahn) und Antonia von Bassewitz (Geschäftsführerin DBRegio) können aufatmen: Alles läuft nach Plan.

Das größte Problem zum Start der S-Bahn-Großbaustelle zwischen Freising und Feldmoching in der Nacht stellte ein ausgebüxter Luftballon dar, der bei Ismaning in die Oberleitung geflogen war und so einen Kurzschluss auslöste. Die Arbeiten dauerten von 19 bis halb vier Uhr morgens, dann konnte der Schienenverkehr wieder laufen. Allerdings stark eingeschränkt, denn noch bis zum Ende der Sommerferien macht die Deutsche Bahn rund sechs Wochen lang das Bahnnetz nördlich von München fit. Zwischen Freising und Feldmoching fährt in dieser Zeit ein Schienenersatzverkehr. Mit einigem Trubel für die Reisenden und Berufspendler durfte also zum Wochenstart gerechnet werden, und nicht zuletzt deshalb schauten sich in der erwarteten Stoßzeit am vergangenen Montag Morgen Antonia von Bassewitz, Geschäftsführerin DB Regio, Michael Feuser von der S-Bahn und München und Bernd Honerkamp, Sprecher der Deutschen Bahn Bayern, den Ablauf vor Ort am Freisinger Bahnhof an. Die Bewertung von Antonia von Bassewitz, alles sei „gut angelaufen“ blieb unwidersprochen, die Frequenz der Reisenden am ersten Ferientag blieb überschaubar, deren Stimmung gut, und vor allem mühten sich die menschlichen Wegweiser in ihren Warnwesten engagiert, erst gar keine Fragen aufkommen zu lassen.

„Kann ich Ihnen helfen?“ Kaum war der Schopf eines Passagiers zum oder vom Bahnsteig am Freisinger Bahnhof am vergangenen Montag Morgen zu sehen, kümmerte sich schon einer der in gut sichtbare Warnwesten gekleideten „Reisendenhelfer“ um ihn und etwaig auftretende Fragen. Den Passagieren wurde effektiv geholfen, denn in Freising war erst mal Endstation. Erst mal, denn der Schienenersatzverkehr überbrückt die sechs Wochen währenden Ertüchtigungs-Baumaßnahmen zwischen Freising und Feldmoching. Insbesondere Fahrgäste aus Ostbayern müssen in Freising umsteigen, um ihre Ziele in München oder am Flughafen zu erreichen. So wurde in Passau die planmäßige Abfahrt bei Zügen um eine Stunde vorverlegt oder Reisende aus Regensburg werden über Ingolstadt geleitet. „Es ist kein Fahrgast zurück geblieben, die Ersatzbusse sind gut gefüllt“, berichtet Michael Feuser von der S-Bahn München über seine ersten Eindrücke. Er war von Samstag auf Sonntag schon vor vier Uhr morgens beim Beginn der Arbeiten vor Ort - „aus Leidenschaft für unsere Kunden“, wie er sagt. „Es gilt, die Herausforderungen dieser sehr individuellen Großbaustelle und des Fahrplans in Einklang zu bringen“, gibt Feuser zu bedenken, von größeren Störungen war in den ersten Stunden und Tagen nichts bekannt. Das Gravierendste bislang: Ein Busfahrer im Notverkehr hatte sich verfahren. Der Schienenersatzverkehr über Busse muss ja alle Passagiere pünktlich abliefern, und dafür fahren angeforderte Busfahrer aus ganz Bayern und Teilen Baden-Württembergs aktuell im Dreischichtbetrieb. Und zusätzlich besteht der so genannte Notverkehr, der den Busfahrer aus dem Bett klingelt, um sofort auf ein größeres Fahrtgastaufkommen als erwartet reagieren zu können. An die 60 Busse sind im Dauereinsatz und befahren die Routen Freising - Besucherpark, Freising - Feldmoching und Feldmoching - Besucherpark

 Die Baumaßnahmen im Einzelnen: Rund 60 Millionen Euro investiert die Bahn in ein ganzes Bündel an Maßnahmen für die Bahnstrecke im Münchner Norden. Auf 33 Kilometern Strecke zwischen Feldmoching und Freising werden Schienen und Weichen erneuert. Die S-Bahnhöfe Unterschleißheim und Lohhof werden barrierefrei ausgebaut. Die Neufahrner Kurve wird an das Schienennetz angeschlossen - sie ermöglicht ab Ende 2018 die direkte Anbindung Ostbayerns an den Münchner Flughafen. Züge aus Landshut und Regensburg können dann über Freising direkt zum Flughafen fahren.

Quelle: freising-online

Auch interessant:

Meistgelesen

Auf Wohnungssuche
Auf Wohnungssuche
Jede Menge Arbeit in der "Frühschicht"
Jede Menge Arbeit in der "Frühschicht"
Ei Gläschen in Ehren...
Ei Gläschen in Ehren...

Kommentare