Unterschriftenaktion

Eine Viertelstunde mal X im Jahr

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Humorig will Landrat Josef Hauner (sitzend) testen, ob die Unterzeichner der Petition, die ihm v.l. Renate König, Sepp Beck, Andreas Mehltretter und Hans Englmüller mitgebracht haben, bei Umsetzung dann auch an der Bushaltestelle stehen werden. 

Exakt 1515 gesammelte Unterschriften hat Freisings Landrat Josef Hauner am vergangenen Freitag entgegen genommen. Sein Auftrag: Er soll sich dafür einsetzen, dass vom Freisinger Bahnhof aus ein Schnellbus zum Campus der Technischen Universität nach Garching eingerichtet wird.

Bitte einsteigen! In einer konzertierten Aktion haben Vertreter der Agendagruppen „Bauen & Verkehr“ und „Energie & Klimaschutz“ zusammen mit Unterstützern dem Freisinger Landrat Josef Hauner eine Liste mit 1515 Unterschriften übergeben. Ein Schnellbus vom Freisinger Bahnhof bis zum Campus der Technischen Universität Garching soll eingerichtet werden, um die Straßen zu entlasten und gleichzeitig Stadt und Uni möglichst effektiv zu verbinden. Aktuell wird der Nahverkehrsplan im Landkreis erarbeitet, bei dem das Anliegen in jedem Fall Berücksichtigung finden werde, sagte Hauner: „Ihr Anliegen ist auch mein Anliegen!“ Allerdings sei ja auch der Landkreis München betroffen und müsse ins Boot geholt werden. Eine Linie mit der exakten Strecke existiere ja auch bereits und werde von der TU finanziert, fügte der Kreischef an - allein: Die ist sogar für Studenten nur unter bestimmten Voraussetzungen nutzbar. Christian Wegscheider von der Straßenverkehrbehörde hatte theoretische Rahmenbedingungen mitgebracht.

Die Erstkalkulation ergab eine Wegstrecke von 18 Kilometern, die mit Stopps in Dürneck, Achering, Mintraching und Dietersheim in 35 Minuten bewältigt werden könnte. 140000 Kilometer und 400000 Euro Kosten im Jahr. Das wär schon mal was, findet Sepp Beck von der Agendagruppe Energie & Klimaschutz, denn er selbst hat zu Versuchszwecken die Alternative auf Schienen getestet: Vom Bahnhof Freising bis Neufahrn, dann mit dem Bus weiter nach Garching macht 52 Minuten, der Weg zur Uni folgt dann noch. Und: „Nur im Idealfall, denn die Abfahrtszeiten passen in der Regel nicht zueinander!“ Der Landrat versprach ebenso wie Christian Wegscheider und Caroline Schatz vom Amt für Öffentliche Sicherheit und Ordnung, das Thema in den zuständigen Gremien vorzubringen und zu verfolgen, bei günstigem Verlauf sei der von den Initiatoren der Unterschriftenaktion gewünschte Start zum Probebetrieb in einem Jahr auch umsetzbar. Die erwünschte positive Nachricht wäre dann die offizielle Umsetzung für Sommer 2020.

Quelle: freising-online

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