Westtangente Freising

Barbaras Bauwerk

Erledigt! Barbara Schelle, Freisings Stadtbaumeisterin machte Meter in „ihrem“ Tunnel.

Freisings Stadtbaumeisterin Barbara Schelle war guten Mutes: „Ich hab das ja schon mal gemacht. Den Hebel nach unten drücken, und dann klappt das schon!“ Am vergangenen Montag kam ihr vor zahlreichen Ehrengästen die ehrenvolle Aufgabe zu, den Tunnel der Freisinger Westtangente mittels eines Baggers „anzustechen“. Der Fachterminus für die ersten Grabarbeiten am Tunnel, der nach Beendigung der Baumaßnahme in dreieinhalb Jahren eine Gesamtlänge von 875 Metern aufweisen wird, der bergmännische Tunnel 430 Meter. „Barbara-Tunnel“ heißt er während der Bauphase, allerdings nicht seiner Patin Barbara Schelle wegen, sondern weil die Heilige Barbara die Schutzpatronin des Bergbaus ist. Die Namensgleichheit erfreute Dr. Michael Blaschko von der Wayss & Freytag AG dann aber doch. Er hatte eine Skulptur der Heiligen aus der für sie vorgesehenen Nische genommen: „Ohne Barbara machen wir keinen Meter Vortrieb“, warnte er - schon rund 30 Meter im Tunnel stehend. „Das gute Stück soll ja fertig werden“, erklärte er, dass die Arbeiten schon aufgenommen waren.

Die Freisinger Westtangente - eine unendliche Geschichte! Als der heutige Landrat Josef Hauner im Jahr 1978 erstmals in den Freisinger Stadtrat gewählt wurde, war das Thema der Umfahrung bereits präsent. Fast 40 Jahre später gehen die Arbeiten in Vötting intensiv los. Den bergmännischen Tunnelanstich nahm symbolisch Freisings Stadtbaumeisterin Barbara Schelle im Bagger vor. „Ein denkwürdiger Tag“, fand auch Stadtchef Tobias Eschenbacher, auch weil der Bergbau in Freising keinerlei Tradition hat. Ab Ende 2020 wird dann eine komplette Umfahrung der Stadt möglich sein, ein „Befreiungsschlag“, wie Eschenbacher formulierte. Die aktuellen Projektkosten belaufen sich auf 91 Millionen Euro, davon kommen 49 Millionen aus Fördermitteln, wie Regierungspräsidentin Bettina Brunner betonte: „Der Freistaat ist ein verlässlicher Partner der Kommunen.“ Zum Anstich geladen waren auch die Vöttinger Anlieger, auf die nun durchaus massive Belastungen zukommen: „Über längere Zeit hinweg große Einschränkungen in ihrer täglichen Lebensgestaltung“ erwartet Landrat Hauner, setzt aber darauf, dass „die Stadt Freising alles tun wird, um die Belastungen für die Hauptbetroffenen so weit wie möglich zu verringern“. So werden schallgedämmte Fahrzeuge eingesetzt und zusätzliche Lärmschutzelemente verwendet. Für Fragen der Vöttinger stehen alle Beteiligten dieses Gemeinschaftsprojekts von Stadt und Kreis gern zur Verfügung: Ein Info-Container wird jeden Freitag (außer an Feiertagen) von 16 bis 17.30 Uhr geöffnet.

Quelle: freising-online

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