Westtangente

Auf die Kalotte folgt die Stosse

Ariane Heilmeier erläutert am Plan die einzelnen Brückenbauten.

Der offizielle Tunnelanstich der Westtangente findet zwar erst am 22. Mai statt, tatsächlich wurde jedoch bereits am Mittwoch der vergangenen Woche mit den Grabungen am gut 700 Meter langen Tunnel begonnen. Beim monatlichen Pressegespräch im Rathaus erläuterte Projektleiter Franz Piller was an und um die Großbaustelle Westtangente im Augenblick alles passiert.

Auch wenn es durch das schlechte Wetter im Januar und kleinen Problemen bei den Ausschreibungen zu leichten Verzögerungen kam, liege man insgesamt im Zeitplan ganz gut, betonte er. Vom Nordportal her wird zunächst die obere Hälfte, oder die Kalotte wie es fachmännisch heißt, des Tunnels in Richtung Süden vorangetrieben und bis zum Herbst will man damit fertig sein. Danach wird die untere Hälfte, oder die Strosse, gegraben. Hier hofft man von Seiten der Planer und der Bauleitung, dass der Durchstich des Tunnels bis zum Sommer 2018 erfolgt sein wird. „Dann wird auch für die Vöttinger der größte Dreck und Lärm zu Ende sein“, betont Piller. Im Süden werden im Augenblick an der Giggenhauser Straße die zirka 90 Bohrpfähle für das Schachtbauwerk, das neben einem Notausstieg auch das Betriebsgebäude beinhalten wird, auf eine Tiefe von bis zu 30 Metern gebohrt. Parallel dazu erfolgen die bis zu 40 Meter tiefen Bohrungen für die insgesamt 36 Brunnen zur Grundwasserabsenkung. Bei vielen davon erfolgen die Bohrungen schräg, „um die Gärten und Rosen der Anlieger zu schonen“, so Piller. Südlich der Giggenhauser Straße laufen die Vorbereitungen für den Tunnel in Schachtbauweise. Dort werden laut Piller ebenfalls Bohrpfähle entlang der späteren Trasse gesetzt, die dann nach Fertigstellung mit einem Betondeckel versehen werden. Die dazu nötige Umleitung der Moosach konnte jedoch wegen technischer Probleme noch nicht erfolgen und ist nach derzeitigem Stand ab dem 15. Mai geplant. Nach Fertigstellung des Deckels erfolgen dann der Aushub des Erdreichs unterhalb des Deckels und der Anschluss an den Tunnel. Auch im Moos wird kräftig gewerkelt. Ariane Heilmeier, die Projektsteuerin für den Straßen- und Brückenbau, erläuterte an einem Plan, dass sich im Moos insgesamt sieben Brücken im Bau befinden. Dies sind die Brücke über den Dampfangergraben, die voraussichtlich im September 2017 fertiggestellt sein wird, die Flutbrücke am Mühlangergraben, deren Bau bis voraussichtlich Oktober 2018 dauert, drei Wildtierdurchlässe im Bereich des Vöttinger Weihers, die im August 2018 fertiggestellt sein werden, die Brücke über die Bahnlinie, die im Juli 2017 fertig sein wird, und die Brücke über die Feldfahrt, bei der man sich die Fertigstellung im August 2017 erhofft.

Quelle: freising-online

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